Waffen für die Sicherheit?
Geschrieben von: Sabine Asprion Freitag, den 11. Februar 2011 um 14:04 Uhr
Diese Woche hat ein Leserbriefschreiber die Meinung vertreten, Waffen in den Händen Privater dienten der Sicherheit. Genau - diesen Satz musste ich auch zwei Mal lesen, aber der Schreibern meinte es tatsächlich so: angegriffen werde nur, wer sich selber nicht verteidigen könne und deshalb diene eine Waffe der (eigenen) Sicherheit.
Diese Meinung ist in den USA sehr verbreitet, wie Michael Moore in seinem Film "Bowling for Columbine" eindrücklich dokumentiert hat. Nicht von ungefähr ereignen sich in den USA zahlreiche Amoktaten mit eigenen Waffen. Der Punkt ist doch der folgende: wenn ich zu meiner eigenen Sicherheit eine Waffe in den Händen habe, dann gefährde (oder verletze) ich eine andere Person (oder mehrere). Die eigene Sicherheit ist damit gleichzeitig das Risiko und die Gefahr der anderen Menschen.
Nun könnte man einwenden, dass die Welt sicherer wäre, wenn sich jeder und jede bewaffnen könnte, weil dann niemand mehr schutzlos einem Angriff ausgesetzt sei. Diese Argumentation ist aus dem kalten Krieg bereits bekannt und hat dazu geführt, dass sich der West- und der Ostblock kontinuierlich so mit Atomwaffen aufgerüstet haben, dass daraus ein Waffenarsenal für einen x-fachen Overkill der Welt entstand.
Das Risiko können wir nicht tragen. Wir wollen Sicherheit, aber nicht nur für den- oder diejenige/n mit der Waffe in der Hand, sondern für seine, ihre, Kinder, Ehepartner, Familie. Allzu schnell ist in einer Stresssituatin der Finger am Abzug, allzu schnell töten fehlgeleitete Kugeln oder Querschläger.
Die Waffeninitiative nimmt niemandem etwas weg, auch nicht den Jägern, Schützen, Biathleten. Deshalb: gemeinsam mit einem Ja in eine sicherere Zukunft!
Agenda
| Keine Termine |







